Das Sherab-Projekt – unsere gemeinsame Vision mit dem Tibethaus

Was bedeutet Sherab?

 

Dagyab Rinpoche erklärt die Wortbedeutung folgendermaßen: "Etymologisch gesehen, ist Sherab aus zwei Bestandteilen zusammengesetzt: SHE (tib.: shes) bedeutet 'WIssen, Weisheit, Intelligenz' und RAB (tib.: rab) 'beste(s)'. Sherab ist das Sechste Pāramitā und wird dort auch als 'unterscheidende Weisheit' bezeichnet. Das ist eine Form der Wahrnehmung, die differenziert ist, die etwas von allen Seiten betrachtet, die alle möglichen Aspekte für eine Entscheidung miteinbezieht, die klug zum Wohle des Ganzen entscheidet."

 

Das Sherab-Haus

 

Der Plan für ein zusätzliches Seminarhaus im Berghof außerhalb des Haupthauses ist so alt wie das Retreathaus selbst. Denn für große Kurse ist es in unseren bisherigen Räumen schnell zu eng. Jetzt kann der Plan realisiert werden.

 

Das Sherab-Haus wird auf dem Gelände des Berghofs entstehen. Tibethaus wird das Projekt im Wesentlichen ideell und durch sein Know-how unterstützen. Das Haus wird Eigentum des Berghofs sein.

 

Das Sherab-Haus wird für eine Öffnung nach außen stehen, mit der wir Rinpoches Vision eines Ortes weitertragen, der von umfassendem Nutzen für unsere buddhistische Gemeinschaft im Kleinen und gleichzeitig für die Gesellschaft im Großen ist. Mit den vielfältigen Aktivitäten, die dort Platz haben, möchten wir dazu beitragen, dass Menschen die Resilienz und die Stärke entwickeln können, die wir alle brauchen, um den unweigerlich auf uns zukommenden Veränderungen unserer gewohnten Welt standzuhalten und konstruktiv damit umzugehen.

 

Unser gemeinsames Projekt

 

Wohl noch nie zuvor sind in der sich wandelnden westlichen Gesellschaft unsere allseitige Verbundenheit und
wechselseitige Abhängigkeit so allgemein spürbar geworden wie in den letzten Jahren. Von diesem Ausgangspunkt aus sollen unter dem Dach des Sherab-Haus‘ neben den bisher schon bestehenden, etablierten, tiefgründigen buddhistischen Veranstaltungen vier weitere große Themenfelder auf- und ausgebaut werden.

 

  1. Die regionale Vernetzung mit Bevorzugung lokaler Produzenten, Händler und Betriebe und Ausrichtung an der Gemeinwohlökonomie sind Richtschnur unseres eigenen Handelns.
  2. Aus- und Weiterbildungen bieten den Teilnehmenden im Rahmen von Klausuren und Wochenendseminaren die Möglichkeit, intensiver und nachhaltiger miteinander und voneinander zu lernen. Gemeinsames Essen, das Miteinander der Abende, Austausch und Vernetzung schaffen einen Resonanzraum, in dem entschleunigte, vertiefende Begegnungen möglich werden. In diesem Kontext etablieren wir universitäre Forschungsprojekte, wissenschaftliche Diskurse, Leadership-Programme und Langzeitausbildungen. Um nur wenige Beispiele zu nennen:
    • Mindfulness-Based Leadership (verbindet die systemische Sicht westlichen Denkens mit den indotibetischen Weisheitslehren)
    • Friedensverhandlungen führen auf der Basis des Harvard-Prinzips
    • Biographiegespräche (dienen der Völkerverständigung)
    • Vergleichende religionswissenschaftliche Symposien
  3. Unter dem Dach des Sherab-Haus‘ ist Raum für die indo-tibetische Kultur in all ihrer Vielfalt und Raum für ein Zentrum des interreligiösen und interkulturellen Dialogs. Gleichzeitig ist es Heimat und Ankerplatz für die in Europa (und darüber hinaus) ansässigen Menschen aus dem tibetischen Kulturraum.
  4. Klimaschutz, Nachhaltigkeit und ein angemessener Umgang mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen bilden den Schwerpunkt für weitere Projekte.


Dieses breit angelegte Spektrum soll Menschen ansprechen, die interessiert sind an holistischen,
interdisziplinären Ansätzen, innerer Entwicklung und der praktischen Umsetzung einer ethisch ausgerichteten
Lebensweise.

 

SHERAB-HAUS
unsere Vision
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